Burgergold

Kreatives Streetfood zählt seit den letzten Jahren zu den kulinarischen Neuentdeckungen schlechthin: zahlreiche Streetfood-Festivals in aller Herren Länder und immer mehr mobile Streetfood-Trucks versuchen der steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen. Das wohl bekannteste Gerichtder Burger erlebt eine wahre Renaissance und hat sein einstiges, verpöntes Fast-Food-Image endgültig abgelegt. Um dem Hauptakteur der Szene genauer auf den Zahn zu fühlen, habe ich mir das Buch „Burgergold“ von Martin Kintrup, erschienen bei der ZS Verlag GmbH, angesehen.

Mit über 40 Rezepten lädt der Autor zu einer Reise rund um die Welt – diese sind nicht nur von der amerikanischen Ursprungsküche sondern auch von der mediterranen, orientalischen und asiatischen Küche inspiriert. Alles handgemacht wird hier groß geschrieben: sei es jetzt nun Brötchen, Patty, Sauce, Salat oder passende Beilage, hier kommt kein Fertigprodukt auf den Teller.

Der Blick ins Inhaltsverzeichnis tritt den Beweis an:
– Bacics – Buns, Pattys & Co.
– Burger mit Rind & Wild
– Burger mit Schwein & Lamm
– Burger mit Geflügel, Fisch & Meeresfrüchten
– Best of Veggie & Vegan Burger
– Best Buddies – Saucen, Beilagen & Salate
– Register

Bei den einzelnen Rezepten ist sowohl die Portionenanzahl als auch direkt unter dem Namen eine Kurzübersicht der einzelnen Bestandteile, zB Bonanza – Rindfleisch, Coleslaw, Bacon, Tomate, Whiskey-Barbecue-Sauce, angegeben, welche einen schnellen Überblick bietet. Gelegentliche Tipps für Variationen erweitern die ohnehin schon sehr abwechslungsreiche Rezeptpalette. Teilweise werden etwas ausgefallenere Zutaten/Gewürze beispielsweise Zatar, dänisches Rauchsalz, indisches Schwefelsalz, Kimchi,… benötigt, welche im ländlichen Raum unter Umstände nicht ganz so einfach erhältlich sind.

Die Namensgebung der einzelnen Burger ist erfrischend kreativ zB Waikiki Beach, Tokyo Tower, Lost in France, Alpine, Mr. Lavaman, Phoenicia,… und weckt das Interesse. Jedes Rezept wird durch ein schön angerichtetes Foto abgerundet, bei dessen Anblick einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Vor der Zubereitung der einzelnen Gerichte empfiehlt es sich, das Rezept genau durchzulesen, da oft einzelne Bestandteile wie beispielsweise Gurken-Pickles oder einzelne Arbeitsschritte bereits am Vortag zubereitet bzw. erledigt werden sollen. Weiters ist zu beachten, dass es bei den einzelnen Burger-Anleitungen Querverweise zu den jeweiligen Basic-Rezepten für Buns, Pattys, Sauce & Co gibt.

Für alle, die gerne Mayonnaise essen, gibt es gute Nachrichten – das Buch wartet mit unzähligen Varianten in allen möglichen Geschmacksrichtungen auf. Den Abschluss bildet das Register, welches nach den verschiedenen Übersichtskapiteln alphabetisch sortiert ist.

Fazit:
Ein tolles Buch für alle Burger-Liebhaber, die auf der Suche nach neuen, abwechslungsreichen Rezepten sind. Der Begriff Fast Food kann hier getrost gestrichen werden: spätestens beim ersten Bissen in den selbst zubereiteten Burger, merkt man, dass sich die sehr zeitaufwendige Zubereitung lohnt! Die Liebe zum Detail überzeugt und die Lust auf den nächsten Besuch bei den üblichen Fast-Food-Ketten schwindet in weite Ferne.

Burgergold

Fotocredit: © Wolfgang Schardt, ZS Verlag GmbH

Burgergold
Martin Kintrup

137 Seiten
70 Abbildungen
Maße: 19,2 x 25,1 cm
gebunden

ISBN: 978-3-8988-3527-5

Ein großes DANKESCHÖN an

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für das kostenlose Rezensionsexemplar!

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