Spoonfood

Auf der Suche nach etwas Abwechslung im heimischen Suppentopf bin ich auf das Buch „Spoonfood“ von Bianca-Rafaéla und Michael Baswald, erschienen bei Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H., gestoßen, welches ich euch heute vorstellen möchte.

120 Rezepte für Suppen und Eintöpfe laden zum Schlemmen rund ums Jahr ein und durch die Verwendung von saisonalen Zutaten wird der Körper optimal mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Die beiden Autoren, die gutes Essen schon immer zu ihrer großen Leidenschaft zählten, führen ein eigenes Lokal, in dem großer Wert auf frische und nährstoffreiche Lebensmittel gelegt wird, kochen jeden Tag frisch und überraschen ihre Gäste mit täglich wechselnden Speisekarten.

Die Rezepte sind in die vier Jahreszeiten und weiters nach Suppen und Eintöpfen getrennt, unterteilt und werden zum Schluss durch Grundrezepte für Brühen und Beilagen ergänzt. Nach ein paar Tipps und den Basics, also welche Zutaten man immer daheim haben sollte, geht es auch schon an die leckeren Löffelgerichte.

Die Anleitungen sind in einzelne Punkte gegliedert und sehr gut verständlich. Glutenfreie, laktosefreie, vegane und vegetarische Speisen sind übersichtlich farblich gekennzeichnet und stechen somit sofort ins Auge. Die Rezepte sind für vier Portionen berechnet und gelegentliche Tipps zu Zutatenänderungen und Beilagen sorgen für eine noch größere Vielfalt. Besonders hervorheben möchte ich die optische Gestaltung, die ich aufgrund der Übersichtlichkeit und Farbgebung, ergänzt durch wunderschöne Fotos zu jedem Rezept, sehr ansprechend und stimmig finde.

Klassische und moderne, aus aller Welt inspirierte Rezepte sorgen dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist: zB Spargelcremesuppe, traditionelle Frittatensuppe, Detox-Suppe zum Entgiften, Toskanische Tomaten-Brot-Suppe, Hühnereintopf mit Kokosmilch, Pilz-Ragout mit hausgemachten Semmelknödeln, Karotten-Orangen-Suppe, Szegediner Gulasch, Croûtons, Nockerl, Naan-Brot uvm. Wer ohne Zuhilfenahme von fertigen Suppenwürfeln, lieber sein eigenes Süppchen ganz ohne künstliche Zusatzstoffe kochen möchte, findet weiters Grundrezepte für Gemüse-, Hühner- und Rindsbrühe, die durch allerhand Ein- bzw. Beilagen – auch hierzu gibt es Rezepte – aufgepeppt werden.

Im Anhang ist ein praktischer Saisonkalender für Obst, Gemüse und Kräuter sowie ein Österreichisch-Deutsch-Glossar enthalten. Den Abschluss machen das alphabetisch sortierte Rezeptregister und ein zusätzliches nach Ernährungsgewohnheiten alphabetisch sortierte Register.

Fazit: Ein großartiges Buch, das zeigt, dass Suppe und Eintöpfe Spaß machen und nicht aus der Mode gekommen sind. Mit wenig Aufwand und gängigen, saisonalen Zutaten entstehen im Handumdrehen wahre Geschmackserlebnisse für jede Ernährungsform, die sich perfekt vorbereiten und mitnehmen lassen. Mit diesen tollen Rezepten lassen sich sogar die größten Suppenkasper überzeugen!

© Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.,
Fotografien: Nadja Hudovernik

Spoonfood
Bianca-Rafaéla und Michael Baswald

gebunden
296 Seiten
Format: 20,5 x 25,1 cm
ISBN: 978-3-7066-2630-9

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Fermentieren

Habt ihr einen eigenen Garten und möchtet eure üppigen Ernteschätze konservieren? Dann ist Fermentieren genau das Richtige! Im Buch „Fermentieren“ von Kirsten K. Shockey und Christopher Shockey, erschienen bei Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H., lernt ihr alles über eine der ältesten und einfachsten Methoden frisches Gemüse auf natürliche Weise haltbar zu machen. Das Schöne daran ist, dass dabei die wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme erhalten bleiben und man so einen schmackhaften und gesunden Vorrat, nicht nur für die kalte Jahreszeit, ohne viel Aufwand ganz einfach zu Hause zubereiten kann.

Die Autoren, die auf 15 Jahre Erfahrung mit Fermentieren zurückgreifen können, stellen in ihrem Buch 140 Rezepte für die Verwertung von Gemüse, Kräutern und Obst, aber auch Rezepte, in denen die fermentieren Produkte zur Anwendung kommen, vor.

Das Inhaltsverzeichnis ist in vier Teile geteilt:
– Teil 1: Von Salz und Säure – Die Basis der Fermentation
– Teil 2: Die Grundlagen beherrschen – Sauerkraut, Würzbeilagen, Pickles und Kimchi
– Teil 3: Rein in den Gärtopf – Gemüse zum Fermentieren von A bis Z
– Teil 4: Rauf auf die Teller

In der Einleitung erläutern die beiden Autoren wie sie zum Fermentieren kamen und sich daraus nach und nach eine Leidenschaft entwickelte. In ihrem Buch widmen sie sich der einfachsten und traditionellsten Methode, nämlich dem milchsauren Einlegen von Gemüse mit Salz bzw. Lake. Dies erfolgt mittels einer der drei verschiedenen Techniken, die ausführlich erklärt werden: Sauerkrauttechnik, Laketechnik und eine Mischung der beiden Techniken, die anhand von Kimchi vorgestellt wird.

Neben der wichtigen Zutat, Salz, werden auch die anderen entscheidenden Faktoren wie Temperatur, Licht, Co2, Sauerstoff und Zeit genau besprochen. Weiters erfolgt eine Präsentation des benötigten Werkzeugs wie Gärtöpfe, Gefäße, Abdeckungen, Beschwerer, Stampfer, Reiben etc. Bevor es an die einzelnen Rezepte geht, werden die drei Grundtechniken detailliert durch Schritt-für-Schritt-Fotos kombiniert mit sehr gut verständlichen Anleitungen und gewürzt mit allerlei Hintergrundinfos und Theorie erklärt. Zusätzlich erhält der Leser praktische Tipps zur Lagerung und einen wertvolle Pannenhilfe für den Fall der Fälle.

Sehr nützlich und benutzerfreundlich finde ich, dass die Rezepte zum Fermentieren von Gemüse alphabetisch nach Sorten sortiert sind – so ist ein schnelles Auffinden und Nachschlagen jederzeit möglich. Einleitende Worte zur jeweiligen Frucht, Herkunft, persönliche Erfahrungen und Geschichten der Autoren geben den Auftakt zu den in einzelne Punkte gegliederten Anleitungen. Essenzielle Daten wie Menge, Gärgefäßgröße, zugrundeliegende Technik und gegebenenfalls Foto- und Basisrezeptquerverweise sind jeweils zu Beginn angegeben. Zusätzlich warten die Autoren mit gelegentlichen Tipps zur Verarbeitung oder für weitere Variationen und Abwandlungen auf.

Rezeptfotos finden sich in Form von vereinzelten Doppelseiten, auf denen gleich mehrere konservierte Produkte aufgetischt werden, mit Angabe der Seitenanzahl zur entsprechenden Anleitung, im Buch wieder. Im vierten Teil „Rauf auf die Teller“ dreht sich alles darum, welche Speisen aus dem selbstgemachten Fermentiertem zubereitet werden können. Zahlreiche Rezepte für Frühstück, Snacks, Mittagessen, Abendessen, Desserts und Cocktails laden dazu ein, den Esstisch mit Neuem zu bereichern.

Sollten Unsicherheiten bei den ersten eigenen Fermentier-Versuchen auftreten, bietet eine Fotogalerie der Ablagerungen eine gute Hilfestellung. Die Angabe von Service und Bezugsadressen und ein Glossar unterstützen zusätzlich bei der Umsetzung. Den Abschluss bilden der Literaturnachweis, die Danksagung und ein alphabetisch nach Zutaten und Schlagworten sortiertes Register.

Fazit: Ein sehr umfangreiches Buch zum Thema „Gemüse fermentieren“, das sich durch seine detaillierten Erklärungen und Schritt-für-Schritt Fotos auch toll für Anfänger eignet. Durch die breit gefächerte Rezeptauswahl kann die eigene Ernte bewahrt und noch dazu vielseitig und abwechslungsreich konserviert werden. Auf zu einer Entdeckungsreise, in der neue, vielschichtige und ungeahnte Aromen den Gaumen verzaubern!

© Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.,
Fotografien: Erin Kunkel

Fermentieren
Kirsten K. Shockey & Christopher Shockey

gebunden
376 Seiten
Format: 21,2 x 23,7 cm
ISBN: 978-3-7066-2575-3

Fermentieren leicht gemacht

Vergorene Lebensmittel und Getränke wie zB Sauerkraut, Essiggurken, Brot mit Sauerteig, Käse, Schokolade, Kaffee, Bier, Wein, uvm. sind aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Wie wohltuend, schmackhaft und lange haltbar diese sind, erfahrt ihr in dem Buch „Fermentieren leicht gemacht“ von Luna Kyung und Camille Oger, erschienen bei der Leopold Stocker Verlag GmbH.

Der Blick ins Inhaltsverzeichnis:
– Fermentieren – zeitlos und universell
– Was bedeutet Fermentieren?
– Die Wahl der Zutaten
– Techniken und Grundmaterial
– Hinweise zur Sicherheit
– Gemüse
– Getreide und Hülsenfrüchte
– Früchte und Blätter
– Milchprodukte
– Eier, Pilze und Algen
– Saucen und Würzmittel
– Getränke
– Quellen

Zu Beginn erhält der Leser einen Einblick in die Geschichte der Fermentierung, die auf eine sehr lange, weltweit verbreitete Tradition zurückzuführen ist. Früher, aber auch heute, bot das Fermentieren von Lebensmitteln und Getränken eine ressourcenschonende, traditionelle, langsame und einfache Art der Konservierung. Was genau beim Fermentieren passiert, welche verschiedenen Formen der Gärung es gibt und wo diese zur Anwendung gelangen wird genauso erklärt wie die einzelnen notwendigen Zutaten, nämlich Salz, Wasser, Gewürze, gegebenenfalls Starterkulturen, etc.

Die beiden Autorinnen widmen sich ausführlich den unterschiedlichen Techniken wie Einsalzen, Salzlake, Einlegebetten für Gemüse, Sauerteig, Getreide, Joghurt usw. und gehen auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Behälter, die fürs Fermentieren benötigt werden, ein. Auch auf Beschwerungsmethoden, Grundhygiene, Lagerung, Temperatur und Haltbarkeit sowie das Erkennen von guten und schlechten Zeichen wird ein Augenmerk gelegt.

Nach dem Theorieteil folgen die Rezepte, die durch viele schöne Fotos ergänzt werden. Einleitende Worte zu Herkunft, Bedeutung, Geschichte, Variationsmöglichkeiten, Abwandlung, etc. stimmen auf das jeweilige Rezept ein. Neben den Anleitungen, die in einzelne Schritte gegliedert sind, sind wichtige Fakten wie die Zubereitungs- und Fermentierungszeit, die Haltbarkeit und die Menge, angegeben. Gelegentliche Anmerkungen mit Tipps zur Verarbeitung oder für Variationen helfen bei der Umsetzung. Am Anfang eines jeden Kapitels wird nochmals das jeweils spezifische Theoriewissen erläutert.

Die Rezeptauswahl ist sehr umfassend und beinhaltet neben klassischen, weithin bekannten Produkten, zB Sauerkraut, Salzgurken, Sauerteig, Kimchi, Kefir, Kombucha, usw. auch Ausgefalleneres aus aller Welt wie beispielsweise Tempeh-Burger, süß-salziger Rhabarber, koreanisches Reisgebäck uvm. Daher sind doch sehr viele spezielle Zutaten und teilweise auch besondere Starterkulturen notwendig. Sehr praktisch finde ich, dass neben Rezepten zum Fermentieren auch Rezeptideen zur Verwendung der bereits fertig fermentierten Lebensmittel und Getränke geboten werden.

Und last but not least finden sich ein Literaturverzeichnis in englischer, deutscher, französischer, koreanischer und japanischer Sprache, Adressen für Online-Shops, Internetseiten und die Danksagung im Buch wieder.

Fazit: Ein interessantes Buch zu einer mehrere tausend Jahre alten Kunst der Konservierung, bei dem die beiden Autorinnen einen guten Mittelweg zwischen sehr alten und sehr neuen Rezepten gefunden haben. Durch die genauen Beschreibungen und das vermittelte Fachwissen kann man sich auch als kompletter Neueinsteiger problemlos an seine ersten selbst fermentierten Produkte wagen.

© Leopold Stocker Verlag GmbH

Fermentieren leicht gemacht
Luna Kyung und Camille Oger

Hardcover
200 Farbabbildungen, 360 Seiten
Format: 19 x 26 cm
ISBN: 978-3-7020-1609-8

Osterpinzen

Was verbindet ihr mit Ostern? Osternester suchen, schöne Stunden im Kreis der Familie, (Schoko-) Hasen, (Schoko-) Eier, Frühling, Ferien, die ersten Blumen im Garten,…? Für mich gehören zu Ostern unbedingt Osterpinzen, von denen ich schon als kleines Kind gar nicht genug bekommen konnte. Da diese Vorliebe noch bis heute anhält, war es an der Zeit sich dem Objekt der Begierde im Zeichen des Selbermachens zu nähern.  Das nachstehende Rezept vom Backprofi Christian Ofner hat mich mehr als nur überzeugt – ab jetzt gibt es nur mehr selbstgemachte Osterpinzen anstelle von gekauften.

FROHE OSTERN!

Das Originalrezept stammt vom Backprofi Christian Ofner – hier geht’s zum Rezept:

Zutaten für 9 Stück à ca. 110 g oder 3 Stück à ca. 330 g
500 g Bio Weizenmehl Type 480 Universal
7 g Salz
90 g Bio Zucker
125 g Bio Butter (handwarm)
1 Würfel frische Hefe
2 Bio Eidotter (Größe M)
20 g Rum
40 g Weißwein
120 g Bio Milch (38°C) warm
Abrieb einer halben Bio Zitrone und Orange
1 Bio Ei zum Bestreichen
1 Schuss Bio Milch zum Bestreichen

Knetzeit: 3 Minuten langsam, 7 Minuten intensiver, GESAMT 10 Minuten

Teigruhe nach dem Kneten: 30 Minuten (warm stellen)!

Teiggewicht pro Stück: ca. 330g bzw. 110g f. kleine Pinzen

Gehzeit nach dem Aufarbeiten: 30-45 Minuten

Backzeit: ca. 30 Minuten bei 170°C Heißluft oder 180°C
Ober- und Unterhitze (mit leicht geöffneter Backofentür)

Zubereitung:
1. Milch und Butter gemeinsam erwärmen auf ca. 38°C.
2. Restliche Zutaten genau einwiegen und den Teig wie angegeben kneten.
3. Anschließend 20 Minuten zugedeckt rasten lassen.
4. Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und Teigstücke zu ca. 110 g bzw. 330 g auswiegen.
5. Teigstücke rund formen (schleifen), und auf ein Backblech mit Papier geben.
6. Mit etwas Wasser befeuchten und einem Geschirrtuch abdecken, nochmals 30-45min bei hoher Raumtemperatur (Backofen 40°C) gehen lassen.
7. Ein Bio Ei verquirlen und einen Schuss Milch dazugeben, die Osterpinzen damit gleichmäßig bestreichen.
8. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 170°C Heißluft vorheizen.
9. Anschließend die bestrichenen Osterpinzen etwas trocknen lassen (absteifen).
10. Mit einer beölten Schere nun von oben die Pinze dreimal ganz durchschneiden.


11. Anschließend gleich in den Backofen schieben.
12. Auf der mittleren Schiene mit leicht geöffneter Backofentür backen.

Tipp: Da der Pinzen Teig durch den hohen Zucker- und Buttergehalt nicht so leicht aufgeht, sollte der Ort, wo man den Teig gehen lässt, wirklich sehr warm sein, am besten, man lässt den Teig bzw. die Gebäckstücke im Backofen bei 40°C gehen!

Die Flexi Diät

Für alle, die auf der Suche nach einer guten Methode für nachhaltigen Gewichtsverlust sind, lohnt sich ein Blick in das Buch „Die Flexi Diät“ von Nicolai Worm mit Franca Mangiameli und Heike Lemberger, erschienen beim riva Verlag, einem Imprint der Müchner Verlagsgruppe GmbH. Der Autor und Ernährungswissenschaftler stellt in Zusammenarbeit mit dem essteam Hamburg eine Abnehmformel vor, in der die beiden erfolgreichen Ansätze Low Carb und Formula-Diät als Mahlzeitenersatz flexibel verbunden sind.

Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel:
– Vorwort
– Yes we can – effektiv abnehmen ist möglich
– Mit Lebensstiländerung zum Erfolg
– Die Flexi-Diät: Mediterran abspecken – mit und ohne Formula
– Auf die Plätze, fertig – abspecken!
– Rezepte
– Anhang

Zu Beginn des Buches erhält der Leser einen Überblick über die diversen Diäten samt Vorgangs- und Wirkungsweise. Der Autor, der aus eigener Erfahrung spricht, beschäftigt sich unter anderem mit dem allseits bekannten Jo-Jo-Effekt, gängigen Abspecklügen und wieso es eigentlich so schwer ist, dauerhaft das Gewicht zu halten bzw. bei Diäten durchzuhalten. Auch die richtige Definition von Übergewicht, unter Berücksichtigung der Verteilung des Fettanteils, wird angesprochen.

Grundumsatz-Berechnungsbeispiele und zahlreiche Tabellen für Kalorienanzahl und Kohlenhydratgehalt dienen als praktische Nachschlagehilfen. Die einzelnen Stufen der beiden zugrundeliegenden Ernährungspyramiden, nämlich mediterrane Low-Carb-Pyramide und Flexi-Carb-Pyramide, werden ebenso behandelt wie die wichtige unterstützende Funktion von Sport. Wer sich von den motivierenden Worten des Autors mitreißen lässt, der kann sich entscheiden, ob er seine Abspeckphase mit Hilfe der Formula-Diät, also Shakes und Riegel statt Mahlzeiten, oder mit natürlichen Nahrungsmitteln starten möchte. Dabei unterstützen enthaltenen Wochenpläne. Die Umstellung klappt durch das Zusammenspiel einer Start- und einer Reduktionsphase.

Um die eigenen Erfolge gut festhalten zu können, bietet das Buch die Möglichkeit wichtige Daten wie Gewicht, Körperfett, Muskelmasse und Taillienumfang im Verlaufsprotokoll einzutragen. Da neben der richtigen Ernährung auch Sport einen entscheidenden Anteil zum erfolgreichen Gewichtsverlust beiträgt, zeigt der Autor verschiedene Sportübungen. Diese sind sehr genau erklärt, werden zusätzlich in Schritt-für-Schritt-Bildern anschaulich dargestellt und umfassen auch Aufwärm- und Cool down-Übungen.

Jedes Rezept enthält ein ansprechendes Foto und ist gut verständlich in einzelne Arbeitsvorgänge unterteilt. Die Zutatenmenge ist für eine Person berechnet und ist jeweils in zwei Varianten – Startphase und Reduktionsphase – angeführt. Ergänzend dazu sind die Zubereitungs-, Kühl-, Marinier- und Einweichzeit angegeben. Im Anschluss an die Rezepte findet der Leser Snack-Rezepte für die Reduktionsphase und eine praktische Einkaufsliste, sowohl für die Startphase als auch für die Reduktionsphase.

Den Abschluss bilden die weiterführende Literatur und die Kurzporträts der Autoren.

Fazit: Ein interessantes Diät-Buch, das flexibel Low Carb und Formula-Diät verbindet – so kann jeder für sich ganz individuell entscheiden ob er auf Hilfsmittel wie Shakes und Riegel zurückgreifen möchte, oder lieber natürlichen Lebensmittel den Vorzug gibt. Über 50 mediterrane Rezepte kombiniert mit Lifestyletipps und Fitnessübungen ermutigen dazu, den Kampf gegen überflüssige Kilos nicht aufzugeben.

© rivaVerlag, ein Imprint der
Münchner Verlagsgruppe GmbH

Die Flexi Diät
Nicolai Worm mit
Franca Mangiameli u. Heike Lemberger

Softcover
208 Seiten
Format: 16,9 x 23,8 cm
ISBN: 978-3-7423-0346-2

Schlank mit Darm Kochbuch

Aktuelle wissenschaftliche Studien besagen, dass die Zusammensetzung der Bakterien im Darm eines Menschen darüber entscheidet, ob dieser mühelos schlank bleibt oder immer wieder mit überflüssigen Kilos zu kämpfen hat. Im neuen Buch „Schlank mit Darm Kochbuch“ der Bestsellerautorin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann und Regina Rautenberg (Rezepte), erschienen beim Südwest Verlag, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, erfährt der Leser wie er seine Schlankmacher-Bakterien vermehren kann und somit eine optimale Nahrungsverwertung erreicht.

Das Inhaltsverzeichnis in der Übersicht:
– Vorwort
– Gesundheit beginnt im Darm
– Frühstück & Snacks
– Suppen & Salate
– Fleisch & Geflügel
– Fisch
– Gemüse

Zu Beginn des Buches wird verdeutlicht, dass wir Menschen von Keimen umgeben sind – Mikroorganismen sind allgegenwärtig und machen sogar, unglaubliche, 70% der Biomasse der Erde aus. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, welch wichtige Rolle eine gesunde Darmflora mit einer großen Bakterienvielfalt für unsere Gesundheit, wie zB Gehirnentwicklung, Alterungsprozess, Schutz vor Gewichtsproblemen, Zucker, Stress, uvm., spielt. Dabei ist das Keimspektrum eines jeden einzelnen, selbst bei eineiigen Zwillingen, ganz individuell und gleicht keinem zweiten.

Diverse Tabellen mit Infos wie Listen von Nahrungsmitteln für die einzelnen Bakterien und zehn Tipps für glücklichere Darmbakterien liefern alles Wichtige auf einen Blick. Die gerade für Laien oft unverständlichen Fachbegriffe und deren Unterschiede, beispielsweise Prä-, Pro- und Synbiotika, werden sehr gut und einfach erklärt.

Aufgrund der Kennzeichnung mit verschiedenen Symbolen können vegetarische, vegane, lactosefreie, glutenfreie, für Kinder geeignete und für Berufstätige geeignete Speisen schnell erkannt werden. Die Rezepte sind für vier Personen berechnet und werden durch die Angabe der enthaltenen Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe) und Kalorienzahl ergänzt. Die Anleitungen sind übersichtlich in einzelne Schritte gegliedert und sehr gut verständlich.

Die Rezeptauswahl umfasst 100 Rezepte, bei denen bestimmt jeder was Leckeres für sich entdeckt, wie nachstehende Beispiele zeigen: Haselnusswaffeln mit Mangosauce, Baguettebrötchen mit mariniertem Gemüse, Linsen-Endiviensalat mit Schafskäse, Rumpsteak mit Ofengemüse, Putenschnitzel auf Tomatenquinoa, Lachs-Bambus-Curry, Spaghetti mit Topinambur-Möhren-Sauce, uvm.

Den Abschluss machen das fortlaufende, nach Kategorien sortierte Rezeptregister und der Literaturnachweis.

Fazit: Ein sehr interessantes Sach- und Kochbuch, in dem mit „Tabuthemen“ wie Verdauung und Ausscheidung und die Funktionen des Darmes locker und ungezwungen umgegangen wird. Der Darm, ein oft nicht beachtetes Organ, wird zu einem spannenden Thema und zu einem Freund mit wichtigen Funktionen. Bei 100 abwechslungsreichen Rezepten, die noch dazu großteils mit gängigen Zutaten zubereitet werden, ist nicht nur Mensch, sondern auch die eine oder andere Darmbakterie, erfreut.

© Südwest Verlag
Foodfotografie: Misha Vetter

Schlank mit Darm Kochbuch
Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann
Regina Rautenberg

Hardcover
192 Seiten
Format: 20,3 x 24,6 cm
ISBN: 978-3-5170-9643-8

Natürlich backen

Frisch gebackenes Roggenbrot, noch warme Apfel-Mohn-Buchweizentorte, flaumiger Briochezopf,…. wie man diese Leckereien und viele andere mehr zuhause einfach selber machen kann, zeigt Anna Pevny, Bäckerin aus Leidenschaft, in ihrem Buch „Natürlich backen“, erschienen bei Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H..

Die Autorin präsentiert in ihrem Werk ihre erprobten und noch dazu gesunden Rezepte für Brot, Gebäck, Kuchen und Kekse aus vollem Korn. Basis hierfür bilden regionale und natürliche Zutaten und wohltuende Gewürze. Bestes Mehl aus Dinkel, Weizen, Einkorn uvm. sowie glutenfreie Varianten sorgen für unbeschwerten Genuss, auch bei Unverträglichkeiten.

Aber zuerst werfen wir einen Blick in das Inhaltsverzeichnis:
– Vorworte
– Back-Abc
– Getreidearten
– Glutenfreie Getreidearten
– Saaten
– Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse
– Brotgewürze
– Aufbau des Getreidekorns
– wichtige Tipps und Hinweise fürs Brotbacken

Danach folgen die Rezepte, die in folgende Kategorien unterteilt sind:
– Brot
– Mehlspeisen und Kuchen
– Kekse

Mit Anna Pevnys Buch soll das Wissen rund ums Backen an künftige Generationen weitergegeben werden und die Wertschätzung für Lebensmittel mit regionaler, biologischer Herkunft und der achtsame Umgang damit stehen im Mittelpunkt. Nach der Geschichte von Getreide, Mehl und Brot und diversen Gründen, die für biologische Lebensmittel und Vollkorn sprechen, erhält der Leser eine, durch Zeichnungen anschaulich gestaltete, genaue Erklärung der diversen Getreidesorten. Auch Zutaten wie Saaten, Nüsse und Gewürze werden umfassend behandelt.

Für alle, die ihr Wissen noch weiter vertiefen möchten, lohnt sich ein Blick in das Kapitel über den Aufbau eines Getreidekorns in dem auch der Weg vom Korn zum fertigen Mehl in einzelnen Schritten erörtert wird. Typenzahltabellen für Österreich und Deutschland sind ebenfalls enthalten. Diverse praktische Tipps zum Brotbacken und für Vollkornteige helfen besonders Backneulingen erfolgreich ihr erstes selbstgemachtes, vollwertiges Backstück zu backen. Weiters beschreibt die Autorin ausführlich die Herstellung von Hefe- und Sauerteig. Bevor es an die Rezepte geht, werden noch wichtige Back-Begriffe erläutert und ein Österreichisch-Deutsch-Glossar sowie die verwendeten Abkürzungen aufgelistet.

Die Anleitungen sind in die einzelnen Arbeitsschritte (zB Vorteig, Hauptteig, Boden, Creme, Backen, etc.) gegliedert und gelegentliche Tipps für Variationen bzw. zur Verarbeitung sorgen für noch mehr Vielfalt und eine gute Umsetzung. Der Großteil der Rezepte wird durch Fotos schön in Szene gesetzt und schwierigere Vorgänge wie zB Striezelflechten werden durch Schritt-für-Schritt-Fotos anschaulich vorgeführt. Teilweise werden spezielle Zutaten wie beispielsweise Steinsalz, Erstpressöl oder diverse Mehle (Einkornmehl,…) verwendet, welche nicht in jedem gängigen Supermarkt erhältlich sind,

Die Rezeptauswahl ist breit gefächert und umfasst sowohl Leckeres für Liebhaber von Herzhaftem wie kräftiges Roggenbrot, rustikales Urkornbrot, Dinkeltoastbrot, etc., als auch Köstlichkeiten für süße Schleckermäuler wie Marmorgugelhupf, Vollkorn-Linzerschnitte, Einkornbrioche, Topfentorte, blauer Engel-Torte, Stress-weg-Busserl, Himmel und Hölle uvm.

Im Anschluss daran folgen die Dankesworte, das alphabetisch sortierte Rezeptregister sowie ein nach Mehlsorten alphabetisch sortiertes Register.

Fazit: Dieses Buch beweist, dass gesunde, vollwertige Ernährung nicht fad und schnöde schmeckt – da greift man gerne zu einem zusätzlichen Stück Kuchen bzw. einem Keks mehr. Auch alle jene die ihr eigenes Brot und Gebäck aus vollem Korn herstellen möchten, kommen auf ihre Kosten.

© Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.,
Fotografien: Rita Newman

Natürlich backen
Anna Pevny

gebunden
208 Seiten
Format: 20,7 x 25,1 cm
ISBN: 978-3-7066-2599-9