Essig und Shrubs selbst gemacht

Dieser Beitrag enthält Werbung*

DIY-Küchenfreunde aufgepasst: habt ihr schon mal euren eigenen Essig gemacht? Also nicht nur fertigen Essig einkaufen und dann aromatisieren, sondern diesen von Grund auf selbst zu zubereiten? Wie das funktioniert und welche edlen Delikatessen dabei entstehen, erfahrt ihr in dem Buch „Essig und Shrubs selbst gemacht“ von Elisabeth Engler, erschienen beim riva Verlag, einem Imprint der Münchner
Verlagsgruppe GmbH.

Das Inhaltsverzeichnis gestaltet sich folgendermaßen:
– Wissenswertes über das Naturprodukt Essig
– Herstellung von Aroma-Essig
– Weinessig
– Apfelessig
– Birnenessig
– Rezepte zum Ansetzen von aromatisiertem Essig
– Frucht- und Blütenessige
– Kräuter- und Gewürzessige
– Shrubs – fein säuerlicher Genuss
– Cocktailrezepte mit Shrubs
– Bezugsquellen

Zu Beginn erzählt die Autorin allerlei Interessantes zur Geschichte des Essigs, zur Verwendung, zur Entstehung, zu den Auswirkungen auf den Körper, Inhaltsstoffe, Zusammenspiel von Essig und Alkohol usw. Auch erfährt der Leser welche unterschiedlichen Sorten es im Handel gibt und dass diese oft mit synthetisch hergestellten Aromen versetzt werden. Hochwertige Produkte (mit „echten“ Zutaten) sind meistens sehr teuer und so schlägt man mit dem Selbermachen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: das Geldbörsl wird geschont und der Gesundheit tut man auch etwas Gutes.

Ergänzt wird der Theorieteil durch praktische Tipps zur Herstellung von Aroma-Essig, zu den Zutaten und zur Haltbarkeit. Die Zubereitung von Weinessig wird Schritt-für-Schritt erläutert und auch die anderen Basisrezepte werden ausführlich behandelt. Sehr schön finde ich, dass die Zutaten für haushaltsübliche Mengen berechnet sind und großteils gängige Zutaten – nur gelegentlich werden speziellere benötigt – verwendet werden. Die Anleitungen sind in einzelne Punkte gegliedert, gut verständlich und werden durch viele Fotos abgerundet. Sehr praktisch ist auch, dass sowohl die unterschiedlichen Eigenschaften des Essigs sowie Empfehlungen der Autorin wo dieser dazupasst, schön übersichtlich angegeben sind.

Neben Rezepten für verschiedene Essigsorten sind auch Anleitungen für Shrubs und Cocktails enthalten. All jene, die zum ersten Mal von den erfrischenden Drink aus Essig, Früchten und Zucker, also Shrubs, hören, können Näheres dazu der angeführten Geschichte bzw. Historie und deren Verwendung, entnehmen. Die Rezeptauswahl ist sehr umfangreich wie zB Aprikosenessig, Holunderblütenessig, Asia-Essig, Basilikumessig, Fischessig, Pfirsich-Earl-Grey-Shrub, Minze-Zitronen-Shrub uvm. Den Abschluss bilden die Bezugsquellen für diverse Zutaten und Zubehör.

Fazit: Ein interessantes Buch für alle, die auf der Suche nach neuen DIY-Küchenideen und tollen, besonderen Geschenken für seine/ihre Lieben sind. 65 Rezepte zeigen wie einfach die Essigherstellung in den eigenen vier Wänden ist und wie vielseitig diese Köstlichkeiten einsetzbar sind.

© rivaVerlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Essig und Shrubs selbst gemacht
Elisabeth Engler

Softcover
96 Seiten
Format: 16,9 x 23,8 cm
ISBN: 978-3-7423-0526-8

*Dieser Artikel enthält Amazon Affiliate Links, die ich freiwillig einsetze. Wenn du darüber bestellst, bekomme ich ein paar Cent Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Danke!

Liebe im Glas

Dieser Beitrag enthält Werbung*

Wer einen eigenen Garten hat, kennt sicher die Thematik, dass die Ernte gelegentlich zu üppig ist, um sie selbst frisch zu verspeisen. Hier bietet Einmachen eine einfache Lösung, um den Überschuss an Obst und Gemüse zu verarbeiten und sich einen Vorrat für das ganze Jahr anzulegen. Im Buch „Liebe im Glas“ von Britta Gädtke, erschienen bei der BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, gibt die Autorin ihre kreativen Rezepte für Süßes und Herzhaftes aus Glas und Flasche preis.

Das Inhaltsverzeichnis in der Übersicht:
– Vorwort
– ein paar Basics
– Interessantes rund ums Einmachen
– Süßes aus dem Glas
– Süßes & Alkoholisches aus der Flasche
– Herzhaftes aus dem Glas
– Herzhaftes aus der Flasche
– Saisonkalender
– Buchtipps, Bezugsquellen
– Rezept- und Stichwortverzeichnis
– über die Autorin

Zu Beginn erzählt Britta Gädtke was sie mit Eingemachtem verbindet, woher ihre Begeisterung stammt und ermuntert damit auch gleich den Leser sich selbst an das Einkochen zu wagen. Bevor es jedoch an die Praxis gehen kann, werden die einzelnen benötigten Utensilien samt tollen Tipps vorgestellt. Interessante Infos rund ums Einmachen und ein kleines Haltbarkeits-ABC runden das vermittelte Theoriewissen perfekt ab.

Die Anleitungen sind in einzelne Punkte gegliedert und jedes Rezept wird durch ein stimmiges Foto ergänzt. Besonders gut gefällt mir, dass gängige Zutaten verwendet werden und die Mengenangaben für vernünftige, praktische, haushaltsübliche Mengen – also zB nicht für 5 kg Marmelade – berechnet sind. Zahlreiche Tipps zur Zubereitung und für Variationen bieten eine zusätzliche Hilfestellung. Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig und kreativ wie Kaffeegelee, Aprikosen-Thymian-Marmelade, Cranberry-Wodka, Pumpkin Spice Sirup, Gurkensirup, Feigen-Zwetschgen-Chutney, Frühlingszwiebeln süßsauer, Bärlauchsalz, Curryöl uvm. zeigen.

Im Anschluss an die Rezepte folgen ein praktischer Saisonkalender für Obst und Gemüse und diverse Buchtipps für weiterführende Lektüre. All jene, denen noch die entsprechende Ausstattung fehlt, können sich in den Bezugsquellen weitere Tipps zu Gläsern, Etiketten und Zutaten holen. Den Abschluss bilden das Rezept- und Stichwortverzeichnis, die Danksagung und das Kurzporträt der Autorin.

Fazit: Ein schönes Buch mit abwechslungsreichen und teilweise ungewöhnlichen Rezepten für alle Einmach-Fans oder solche, die es noch werden möchten – so lässt sich die eigene Ernte ganz einfach in Form von Marmelade, Gelee, Likör, Senf, Pesto, Essig, Öl usw. zu süßen und pikanten Delikatessen rund ums Jahr zum Selberessen oder Verschenken verarbeiten.

© BLV Buchverlag GmbH & Co. KG

Liebe im Glas
Britta Gädtke

laminierter Pappband
128 Seiten
Format: 17,3 x 24,6 cm
ISBN: 978-3-8354-1676-5
Preis: EUR 18,00

*Dieser Artikel enthält Amazon Affiliate Links, die ich freiwillig einsetze. Wenn du darüber bestellst, bekomme ich ein paar Cent Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Danke!

Eingemacht

Dieser Beitrag enthält Werbung*

In ein paar Monaten ist es wieder so weit und wir können aus der üppigen, heimischen Fülle reifer Früchte und knackigen Gemüses, vielleicht sogar aus dem eigenen Garten oder vom eigenen Balkon, schöpfen. Welche Köstlichkeiten daraus zubereitet werden können, zeigt uns Ulrike Hagen in ihrem Buch „Eingemacht“, erschienen bei Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.. 110 Einmachrezepte und 90 Gerichte mit den selbstgemachten Leckereien laden zu einer kulinarischen Reise durch die Welt ein – indisch, fernöstlich, orientalisch mediterran, britisch und österreichisch inspirierte Rezepte erwarten euch.

Das Inhaltsverzeichnis in der Übersicht:
– Vorwort
– Danke
– Einmachtipps und -tricks
– Betörende Chutneys
– Verführerische Pestos und Salsas
– Köstliches Gemüse
– Geniale Dips & Saucen
– Meine crazy Specials
– Zauberhafte Marmeladen
– Wundervolle Früchte
– Entzückende Sirups & Liköre

Gleich zu Beginn gibt die Autorin allgemeine Tipps und Tricks in Sachen Hygiene, Gläser und Lagerung zum besten. Ein Vorwort mit persönlichen Worten, Erfahrungen und interessanten Infos leitet jedes einzelne Kapitel ein. Neben den unterschiedlich farbig gestalteten Seiten ergänzen Fotos von schön angerichteten Tafeln mit zahlreichen eingedeckten Speisen sehr stimmig die Rezepte.

Die Anleitungen sind in einzelne Schritte gegliedert, genau beschrieben und dadurch sehr gut verständlich. Direkt im Anschluss an das jeweilige „Einmach-Rezept“ erhält der Leser weiters Ideen welche Gerichte noch damit verfeinert und kreiert werden können. Fallweise sorgen Anmerkungen zur Verwendung, den Zutaten oder der Verarbeitung für zusätzliche Vielfalt und die Verwendung von großteils gängigen Zutaten ermöglicht eine unkomplizierte Umsetzung.

Die Rezeptpalette ist breit gefächert und umfasst sowohl Klassiker als auch Neues: Guacamole, Honig-Thymian-Zwiebelchen, Zucchiniröllchen, Coconut-Garnelen, Pfirsich-Jalapeno-BBQ-Sauce, Pulled Chicken Buns, Bacon Jam, Croissants, Mamas Linzer Schnitten, Topfenknödel, Amarenakirschen-Eiscreme, Orangensirup, Hot-Toddy-Likör, Apfelstrudel-Likör uvm. – da kommen auch Naschkatzen nicht zu kurz. Sprüche und Zitate rund ums Thema Kulinarik und Genuss vor jedem neuen Kapitel lockern des Weiteren auf.

Am Ende des Buches finden sich ein, nach Namen und Kategorien, alphabetisch sortiertes Rezeptregister und ein österreichisch-deutsches Glossar.

Fazit: Eine farbenfrohe, mit schönen Fotos bestückte, Einmachfibel, die jede Menge Rezepte für selbstgemachte Chutneys, Pestos, Salsas, Pickles, Marmeladen, Säfte und Liköre liefert. Wer mal nicht weiterweiß was er mit seinen eingemachten Köstlichkeiten machen kann, findet ebenfalls reichlich Ideen wie diese schmackhaft weiterverarbeitet werden können.

© Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.,
Fotografien: Alexander Bayer

Eingemacht
Ulrike Hagen

gebunden
280 Seiten
Format: 22,2 x 27,7 cm
ISBN: 978-3-7066-2617-0

*Dieser Artikel enthält Amazon Affiliate Links, die ich freiwillig einsetze. Wenn du darüber bestellst, bekomme ich ein paar Cent Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Danke!

Fermentieren

Dieser Beitrag enthält Werbung*

Habt ihr einen eigenen Garten und möchtet eure üppigen Ernteschätze konservieren? Dann ist Fermentieren genau das Richtige! Im Buch „Fermentieren“ von Kirsten K. Shockey und Christopher Shockey, erschienen bei Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H., lernt ihr alles über eine der ältesten und einfachsten Methoden frisches Gemüse auf natürliche Weise haltbar zu machen. Das Schöne daran ist, dass dabei die wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme erhalten bleiben und man so einen schmackhaften und gesunden Vorrat, nicht nur für die kalte Jahreszeit, ohne viel Aufwand ganz einfach zu Hause zubereiten kann.

Die Autoren, die auf 15 Jahre Erfahrung mit Fermentieren zurückgreifen können, stellen in ihrem Buch 140 Rezepte für die Verwertung von Gemüse, Kräutern und Obst, aber auch Rezepte, in denen die fermentieren Produkte zur Anwendung kommen, vor.

Das Inhaltsverzeichnis ist in vier Teile geteilt:
– Teil 1: Von Salz und Säure – Die Basis der Fermentation
– Teil 2: Die Grundlagen beherrschen – Sauerkraut, Würzbeilagen, Pickles und Kimchi
– Teil 3: Rein in den Gärtopf – Gemüse zum Fermentieren von A bis Z
– Teil 4: Rauf auf die Teller

In der Einleitung erläutern die beiden Autoren wie sie zum Fermentieren kamen und sich daraus nach und nach eine Leidenschaft entwickelte. In ihrem Buch widmen sie sich der einfachsten und traditionellsten Methode, nämlich dem milchsauren Einlegen von Gemüse mit Salz bzw. Lake. Dies erfolgt mittels einer der drei verschiedenen Techniken, die ausführlich erklärt werden: Sauerkrauttechnik, Laketechnik und eine Mischung der beiden Techniken, die anhand von Kimchi vorgestellt wird.

Neben der wichtigen Zutat, Salz, werden auch die anderen entscheidenden Faktoren wie Temperatur, Licht, Co2, Sauerstoff und Zeit genau besprochen. Weiters erfolgt eine Präsentation des benötigten Werkzeugs wie Gärtöpfe, Gefäße, Abdeckungen, Beschwerer, Stampfer, Reiben etc. Bevor es an die einzelnen Rezepte geht, werden die drei Grundtechniken detailliert durch Schritt-für-Schritt-Fotos kombiniert mit sehr gut verständlichen Anleitungen und gewürzt mit allerlei Hintergrundinfos und Theorie erklärt. Zusätzlich erhält der Leser praktische Tipps zur Lagerung und einen wertvolle Pannenhilfe für den Fall der Fälle.

Sehr nützlich und benutzerfreundlich finde ich, dass die Rezepte zum Fermentieren von Gemüse alphabetisch nach Sorten sortiert sind – so ist ein schnelles Auffinden und Nachschlagen jederzeit möglich. Einleitende Worte zur jeweiligen Frucht, Herkunft, persönliche Erfahrungen und Geschichten der Autoren geben den Auftakt zu den in einzelne Punkte gegliederten Anleitungen. Essenzielle Daten wie Menge, Gärgefäßgröße, zugrundeliegende Technik und gegebenenfalls Foto- und Basisrezeptquerverweise sind jeweils zu Beginn angegeben. Zusätzlich warten die Autoren mit gelegentlichen Tipps zur Verarbeitung oder für weitere Variationen und Abwandlungen auf.

Rezeptfotos finden sich in Form von vereinzelten Doppelseiten, auf denen gleich mehrere konservierte Produkte aufgetischt werden, mit Angabe der Seitenanzahl zur entsprechenden Anleitung, im Buch wieder. Im vierten Teil „Rauf auf die Teller“ dreht sich alles darum, welche Speisen aus dem selbstgemachten Fermentiertem zubereitet werden können. Zahlreiche Rezepte für Frühstück, Snacks, Mittagessen, Abendessen, Desserts und Cocktails laden dazu ein, den Esstisch mit Neuem zu bereichern.

Sollten Unsicherheiten bei den ersten eigenen Fermentier-Versuchen auftreten, bietet eine Fotogalerie der Ablagerungen eine gute Hilfestellung. Die Angabe von Service und Bezugsadressen und ein Glossar unterstützen zusätzlich bei der Umsetzung. Den Abschluss bilden der Literaturnachweis, die Danksagung und ein alphabetisch nach Zutaten und Schlagworten sortiertes Register.

Fazit: Ein sehr umfangreiches Buch zum Thema „Gemüse fermentieren“, das sich durch seine detaillierten Erklärungen und Schritt-für-Schritt Fotos auch toll für Anfänger eignet. Durch die breit gefächerte Rezeptauswahl kann die eigene Ernte bewahrt und noch dazu vielseitig und abwechslungsreich konserviert werden. Auf zu einer Entdeckungsreise, in der neue, vielschichtige und ungeahnte Aromen den Gaumen verzaubern!

© Löwenzahn in der Studienverlag Ges.m.b.H.,
Fotografien: Erin Kunkel

Fermentieren
Kirsten K. Shockey & Christopher Shockey

gebunden
376 Seiten
Format: 21,2 x 23,7 cm
ISBN: 978-3-7066-2575-3

*Dieser Artikel enthält Amazon Affiliate Links, die ich freiwillig einsetze. Wenn du darüber bestellst, bekomme ich ein paar Cent Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Danke!

Fermentieren leicht gemacht

Dieser Beitrag enthält Werbung

Vergorene Lebensmittel und Getränke wie zB Sauerkraut, Essiggurken, Brot mit Sauerteig, Käse, Schokolade, Kaffee, Bier, Wein, uvm. sind aus unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Wie wohltuend, schmackhaft und lange haltbar diese sind, erfahrt ihr in dem Buch „Fermentieren leicht gemacht“ von Luna Kyung und Camille Oger, erschienen bei der Leopold Stocker Verlag GmbH.

Der Blick ins Inhaltsverzeichnis:
– Fermentieren – zeitlos und universell
– Was bedeutet Fermentieren?
– Die Wahl der Zutaten
– Techniken und Grundmaterial
– Hinweise zur Sicherheit
– Gemüse
– Getreide und Hülsenfrüchte
– Früchte und Blätter
– Milchprodukte
– Eier, Pilze und Algen
– Saucen und Würzmittel
– Getränke
– Quellen

Zu Beginn erhält der Leser einen Einblick in die Geschichte der Fermentierung, die auf eine sehr lange, weltweit verbreitete Tradition zurückzuführen ist. Früher, aber auch heute, bot das Fermentieren von Lebensmitteln und Getränken eine ressourcenschonende, traditionelle, langsame und einfache Art der Konservierung. Was genau beim Fermentieren passiert, welche verschiedenen Formen der Gärung es gibt und wo diese zur Anwendung gelangen wird genauso erklärt wie die einzelnen notwendigen Zutaten, nämlich Salz, Wasser, Gewürze, gegebenenfalls Starterkulturen, etc.

Die beiden Autorinnen widmen sich ausführlich den unterschiedlichen Techniken wie Einsalzen, Salzlake, Einlegebetten für Gemüse, Sauerteig, Getreide, Joghurt usw. und gehen auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Behälter, die fürs Fermentieren benötigt werden, ein. Auch auf Beschwerungsmethoden, Grundhygiene, Lagerung, Temperatur und Haltbarkeit sowie das Erkennen von guten und schlechten Zeichen wird ein Augenmerk gelegt.

Nach dem Theorieteil folgen die Rezepte, die durch viele schöne Fotos ergänzt werden. Einleitende Worte zu Herkunft, Bedeutung, Geschichte, Variationsmöglichkeiten, Abwandlung, etc. stimmen auf das jeweilige Rezept ein. Neben den Anleitungen, die in einzelne Schritte gegliedert sind, sind wichtige Fakten wie die Zubereitungs- und Fermentierungszeit, die Haltbarkeit und die Menge, angegeben. Gelegentliche Anmerkungen mit Tipps zur Verarbeitung oder für Variationen helfen bei der Umsetzung. Am Anfang eines jeden Kapitels wird nochmals das jeweils spezifische Theoriewissen erläutert.

Die Rezeptauswahl ist sehr umfassend und beinhaltet neben klassischen, weithin bekannten Produkten, zB Sauerkraut, Salzgurken, Sauerteig, Kimchi, Kefir, Kombucha, usw. auch Ausgefalleneres aus aller Welt wie beispielsweise Tempeh-Burger, süß-salziger Rhabarber, koreanisches Reisgebäck uvm. Daher sind doch sehr viele spezielle Zutaten und teilweise auch besondere Starterkulturen notwendig. Sehr praktisch finde ich, dass neben Rezepten zum Fermentieren auch Rezeptideen zur Verwendung der bereits fertig fermentierten Lebensmittel und Getränke geboten werden.

Und last but not least finden sich ein Literaturverzeichnis in englischer, deutscher, französischer, koreanischer und japanischer Sprache, Adressen für Online-Shops, Internetseiten und die Danksagung im Buch wieder.

Fazit: Ein interessantes Buch zu einer mehrere tausend Jahre alten Kunst der Konservierung, bei dem die beiden Autorinnen einen guten Mittelweg zwischen sehr alten und sehr neuen Rezepten gefunden haben. Durch die genauen Beschreibungen und das vermittelte Fachwissen kann man sich auch als kompletter Neueinsteiger problemlos an seine ersten selbst fermentierten Produkte wagen.

© Leopold Stocker Verlag GmbH

Fermentieren leicht gemacht
Luna Kyung und Camille Oger

Hardcover
200 Farbabbildungen, 360 Seiten
Format: 19 x 26 cm
ISBN: 978-3-7020-1609-8

Chutneys, Relishes & Salsas

Dieser Beitrag enthält Werbung*

Mitten in den Weihnachtsfeiertagen angekommen, dreht sich bei vielen alles um leckeres Essen.
Oft werden dabei die üblichen, heißgeliebten Speisen auf der reichlich gedeckten Festtafel aufgetischt. Wer diese etwas aufpeppen möchte, wird in dem Buch „Chutneys, Relishes & Salsas“ von Ralf Nowak, erschienen bei der HEEL Verlag GmbH, bestimmt fündig.

Das zweite Buch des Autors, welcher als Küchenmeister, Betriebsleiter, Unternehmer,…. auf eine jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann, bringt dem Leser die spannende Küche der unterschiedlichen „Saucen“ näher. Durch die Vielfalt an Aromen und Zutaten verleihen Chutneys, Relishes & Salsas selbst einfachen Gerichten das gewisse Etwas und passen perfekt als Beilage zu Reis-, Grillgerichten, Polenta, uvm.

Das Inhaltsverzeichnis gliedert sich in folgende Passagen:
– Vorwort
– Tipps
– Saisonkalender
– Chutneys & Relishes
– Salsas
– Wissenswertes

Gleich zu Beginn gibt es Tipps zu den Zutaten, damit die Zubereitung erfolgreich gelingt. Für alle Laien,  die so wie ich, die einzelnen Saucenarten nicht auseinanderhalten können, bringt die genaue Erklärung der Unterschiede und des Ursprungs Licht ins Dunkel. Auch die Verwendungsbeispiele für Chutneys helfen eventuell vorhandene, anfängliche Unsicherheiten zu überwinden.

Damit man immer die beste Qualität der Zutaten erhält, empfiehlt der Autor regionale Produkte zu verarbeiten, die gerade Saison haben oder auf heimisch angebaute Lagerware zurückzugreifen. Um hier den Überblick zu behalten, beinhaltet das Buch sehr praktische Saisonkalender für Gemüse und Obst.

Die Rezepte werden durch die Angabe von Zubereitungszeit, benötigte Küchengeräte, welche für alle Lesefaulen sogar grafisch in Bildern dargestellt sind, und gelegentliche Tipps für Variationen und zur Zubereitung ergänzt. Weiters werden die Rezepte in sechs Schwierigkeitsstufen unterteilt, die nicht nur Auskunft über die Schwierigkeit, sondern auch über die Aufwendigkeit geben.

Die meisten Rezepte sind für eine Menge von 2-3 Portionen berechnet und eignen sich somit auch perfekt für kleine Haushalte. Besonders ins Auge stechen die vielen schönen, farbenfrohen und appetitlich aussehenden Fotos von den Zutaten, der Zubereitung und dem fertigen Endergebnis. Da möchte man am liebsten sofort selber loslegen :-)

Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig und lässt nichts zu wünschen übrig: zB Mango-Chutney, gelbes Zwiebel-Chutney, Papaya-Relish, Kürbis-Chili-Chutney, Weißkraut-Chutney, Salsa mexicana grande, uvm. Bei den Salsa-Rezepten gibt es jeweils eine Anleitung für eine rohe und eine gekochte Variante.

Wissenswertes wie „was ist beim Kauf von Essig zu beachten?“, „was ist zu tun, wenn ein Chutney zu scharf geworden ist?“ oder wie man das Versalzen von Speisen vermeiden kann, ist am Ende des Buches anzutreffen. Weiters finden sich hier diverse hilfreiche Tutorials mit Schritt-für-Schritt-Fotoanleitungen für zB Zitrusfrüchte filetieren und Kern aus Avocado entfernen.  Den Abschluss bilden die Auflistung der Bezugsquellen und der Werdegang des Autors.

Fazit: Ein tolles, schön gestaltetes Buch für alle, die Saucen jeglicher Art lieben und die mit wenig Aufwand einfache Speisen in aromatische Geschmackserlebnisse verwandeln wollen. Auch jene, die gerne Selbstgemachtes verschenken, werden hier bestimmt jede Menge neuer Ideen finden.

9783958433465Fotocredit: Fabian Rapp, © HEEL Verlag GmbH

Chutneys, Relishes & Salsas
Ralf Nowak

Flexicover
136 Seiten
zahlreiche Farbfotos
Format: 18,3 x 22,5 cm
ISBN: 978-3-9584-3346-5

*Dieser Artikel enthält Amazon Affiliate Links, die ich freiwillig einsetze. Wenn du darüber bestellst, bekomme ich ein paar Cent Provision, ohne dass es für dich teurer wird. Danke!

Amaretto-Zwetschken

Das heutige Rezept ist für alle Naschkatzen, denen es nicht süß genug sein kann, ein heißer Tipp. Die Amaretto-Zwetschken schmecken besonders gut zu Eis, Pudding, Grießbrei und vielem mehr. Darüber hinaus geben sie, verpackt in einem hübschen Einmachglas mit schönem Etikett, ein tolles, selbstgemachtes und obendrein noch leckeres Geschenk ab.amaretto-zwetschken_glas

Zutaten für 1 Glas:
400 g Zwetschken
200 g Zucker
75 ml Amaretto
Zimt

Zubereitung:
Die Zwetschken entsteinen und in grobe Würfeln schneiden. Gemeinsam mit dem Zucker in einen Topf geben und ca. 15 min köcheln lassen. Nun Amaretto und Zimt nach Bedarf dazugeben und ein paar Minuen weiterkochen lassen. Sofort (noch heiß) in ein vorbereitetes Einmachglas füllen, verschließen und auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Tipp: Aufgrund des hohen Zuckeranteiles sind die Amaretto-Zwetschken sehr lange haltbar und lassen sich sehr gut als Vorrat anlegen. Auch andere Früchte wie zB Kirschen oder Pfirsiche eigenen sich gut.