Kleines Zuhause große Freiheit

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In unserer schnelllebigen, stressigen Welt, in der sich, gerade in der Wirtschaft, alles um Wachstums- und Profitsteigerung dreht, gibt es auch Menschen, die bewusst aus diesem Kreislauf ausbrechen und sich dem Konsumwahn, unter anderem durch die Wahl einer kleinen Behausung, entziehen. Das Buch mit dem Titel „Kleines Zuhause große Freiheit“ von Julia Seidl, erschienen beim Ludwig Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH, gibt Einblicke in ihr Leben.

Das Inhaltsverzeichnis beginnt mit dem Vorwort und ist dann in die einzelnen, vorgestellten Personen unter Angabe von Namen, Behausungsart und Größe unterteilt. Zu Beginn erfährt der Leser mehr zur Motivation zum Schreiben des Buches und zum Interesse der Autorin für Tiny Houses. Die sich schwierig gestaltende Suche nach Interviewpartnern und wie Julia Seidl diese kennengelernt hat, zu einer Zeit wo kleinen Häuschen in Deutschland noch nicht bekannt waren, wird ebenso angesprochen.

Die zugrundeliegende Frage, die sich alle Porträtierten gestellt haben und über die es sich auch selbst nachzudenken lohnt, lautet „Wie viele Dinge braucht der Mensch?“. Damit fällt der erste Schritt in Richtung Reduzieren, Verkleinerung und Befreiung leichter.

Jedes Porträt beginnt mit jeweils einem Schwarz-Weiß-Foto der Behausung und deren Bewohner, dem Namen, einem aussagekräftigen Titel, Angabe der Wohnfläche und die Art der Unterkunft. Anstelle von Bauanleitungen und technischen Details zu den Tiny Houses, finden sich im Buch Geschichten aus dem Leben der Besitzer, Infos zum Bau und zur Entstehung und Einblicke in deren Lebenssituation. Interessante Hintergrundinfos aus welchen Gründen es in Amerika überhaupt zu dem heutigen Trend kam, werden ebenso geliefert.

Neben den einzelnen, vorgestellten Personen, gibt die Autorin auch Einblicke in verschiedene Projekte und Konzepte zu Gemeinschaften und Tiny-House-Dörfern, deren alte Formen als Wagenburgen aus der Vergangenheit bekannt sind. Ebenso werden die unterschiedlichen Beweggründe der Porträtierten, die für den Umzug in eine kleinere Behausung sprachen, anhand von interessanten und teilweise tiefgründigen Geschichten, aufgezeigt. Neben jenen, die aus freien Stücken ihren winzigen Wohnraum gewählt und großteils mit viel Liebe sogar selbst gebaut haben, um der Konsumspirale und dem Stress zu entkommen, werden auch jene vorgestellt, die zB aufgrund von horrenden Mietpreisen, wohl oder übel auf wenigen Quadratmetern ihr Auskommen finden müssen.

Im letzten Kapitel beschreibt und resümiert Julia Seidel ihre eigenen Erfahrungen im Bezug auf das Bewohnen einen Tiny Houses, das sie für den Selbstversuch gemietet hat.

Fazit: Eine interessante Leselektüre, die spannende Einblicke in das Leben in einem Tiny House gewährt und die zum Nachdenken anregt.

© Ludwig Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Kleines Zuhause große Freiheit
Julia Seidl

Hardcover
192 Seiten
Format: 12,5 x 20 cm
ISBN: 978-3-453´2-8112-7

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Völlig losgelöst

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Die Welt ist voller Gegensätze: viele Menschen leben in einem hektischen Alltag, dafür aber im Überfluss von Konsumgütern und anderswo geht es ums blanke Überleben und das Decken der Grundbedürfnisse. Wie wir wieder lernen können uns auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren, für diese Zeit zu haben, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und nachhaltiger zu konsumieren, erfährst du im Buch „Völlig losgelöst“ von Susanne Weingarten (HG.), erschienen beim Penguin Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH und SPIEGEL-Verlag.

Das Inhaltsverzeichnis in der Übersicht:
– Vorwort
– Teil 1: Konzentration aufs Wesentliche
– Teil 2: In der Balance
– Teil 3: Weniger Konsum, mehr Gewissen
– Anhang

Das Vorwort beginnt mit einem praktischen Beispiel direkt aus dem Leben, das die Fülle an eigenen Besitztümern gut vor Augen führt. Infos zu den einzelnen Teilen des Buches, was und welche Persönlichkeiten einen erwarten und wie das Denken vieler Menschen im Wandel ist, folgen.

Ein Brief einer Bewohnerin an ihre Dreizimmer-Wohnung sorgt für einen interessanten Einstieg und im Dialog mit dieser werden Bereiche wie das Streben der Menschen nach immer mehr, die Anfänge der Konsumrevolution nach Ende des zweiten Weltkrieges und das nicht Funktionieren des stetigen (Wirtschafts-)Wachstums angesprochen.

Bei den einzelnen Kapiteln sind neben dem Titel der jeweilige Autor, sowie Zitate bzw. essentielle Textpassagen, angegeben – manche sind in Form von Interviews geführt. Im Buch kommen sowohl Psychologen und Forscher als auch überzeugte Minimalisten, die ihre gesammelten Erfahrungen mit dem Leser teilen, zu Wort. Dabei wird deutlich aufgezeigt, dass unzählige, verschiedene Wege und Möglichkeiten zum bewussten Konsum führen und jeder einzelne von uns etwas bewirken kann. Die erzählten Geschichten, die größtenteils von Unternehmungen, Personen und Homepages in Deutschland berichten, sind rührend und motivierend zugleich, öffnen dem Leser die Augen und haben eine sehr inspirierende Wirkung.

Im dritten Teil werden viele spannende, praktische Beispiele von gelebtem Minimalismus vorgestellt. Ein kleiner Auszug der Themen, die euch erwarten: Jobsharing, Repair-Cafes, Verkauf von Lebensmitteln, die nicht der Norm entsprechen, geplante Obsoleszenz, Kleidungs-Verleih, Upcycling-Aktentaschen, Müllspartipps (sortiert nach den einzelnen Räumen), Tiny Houses, etc.

Der Anhang enthält Buchhinweise zu verwendeter und weiterführender Lektüre, eine Auflistung der mitwirkenden Autoren und die Danksagung.

Fazit: Ein großartiges Buch, das wachrüttelt und dazu aufruft, sich mit dem eigenen Konsum genauer auseinanderzusetzen. Durch die vielen praktischen Beispiele lässt es sich sehr gut lesen und verdeutlicht, dass jeder von uns auf seine Art und Weise etwas beitragen kann und es in der Hand der Konsumenten liegt, Veränderungen zu bewirken.

©  Penguin Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH und SPIEGEL-Verlag

Völlig losgelöst
Susanne Weingarten (HG.)

Softcover
224 Seiten
Format: 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-3281-0364-6

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