Wildbakers

Johannes Hirth und Jörg Schmid, Autoren des Buches „Wildbakers – von zweien, die auszogen, das perfekte Brot zu backen“, erschienen bei der Gräfe und Unzer Verlag GmbH, welches ich euch heute vorstellen möchte, machen es sich zur Aufgabe die Brotbackkunst von ihrem angestaubten Image zu befreien. Ganz nach dem Motto „Geht nicht – gibts nicht“ beweisen die beiden deutschen Meister mit ihren Internetvideos (Backen auf einer Schipiste, kopfüber oder bei 100 Sachen auf einem Pickup,…), dass das Bäckerhandwerk noch lange nicht in die Mottenkiste gehört und ein schöner, kreativer Beruf ist.

Nach einem kurzen Vorwort und der Wildbakers‘ Story, die der/m  Leser/in Aufschluss über den Werdegang der beiden Autoren gibt, geht es auch schon an wichtige Basics wie die Grundzutaten, Mehlsorten, nützliche Backutensilien,…. Dieses handwerkliche Grundwissen ist essentiell, um selbst als Laie ein gutes Brot zu backen. Das „Mini-Einmaleins“ der Bäcker, in welchem die Weizenvorstufen, die Herstellung eines Roggensauerteiges, die Handhabung des Hauptteiges, sowie Details zum Backen behandelt werden, erweist sich aufgrund der Schritt-für-Schritt Bildanleitungen und der genauen Erklärungen als besonders informativ und praktisch.

Im Anschluss beginnen die Rezepte, gereiht von klassisch/traditionell wie Ciabatta, Fladenbrot, Milchkapsel, französiches Landbrot, Besenbrot,…. bis hin zu wild/kreativ wie Cognac-Rosinen-Brot, Brot-Sushi, Smoking Joe, Chili-Cheese-Twister uvm. Hier die Empfehlung der beiden Bäcker für Anfänger: Am besten vorne im Buch mit den klassischen Rezepten ohne viel Schnick-schnack beginnen, um die handwerklichen Grundlagen zu verinnerlichen und sich dann nach und nach zum Wildbakers-Style hinarbeiten. Jedes Rezept füllt eine Doppelseite und wird mit einem sehr schönen Foto ergänzt.

Die Zutaten sind nicht in der erforderlichen Gesamtmenge für das Backstück, sondern jeweils auf die einzelnen Teige/Schritte (Vorteig/Sauerteig, Hauptteig, Poolish, Quellstück,…), die zum fertigen Brot führen, übersichtlich aufgeteilt. Es empfiehlt sich die Rezepte immer zuerst ganz durchzulesen, da bei fast allen ein oder mehrere Tage Vorbereitung und Ruhezeit erforderlich sind. Neben Broten – hier werden sogar traditionelle Familienrezepte von den Großvätern verraten – kommen auch Kleingebäck und Süßes nicht zu kurz.

Die Anleitungen sind durch die Gliederung in die einzelnen Schritte sehr gut verständlich und aufgrund der immer wieder vorkommenden Querverweise zu den Grundanleitungen sowie zur Erklärung diverser Fachbegriffe, werden Unklarheiten beseitigt. Bei den verwendeten Getreidesorten handelt es sich um Weizen, Roggen und Dinkel, womit für jeden Gusto etwas Leckeres zum Nachbacken dabei sein sollte.

Direkt im Anschluss an den Rezeptteil folgen das Glossar, mit Infos zu Fachbegriffen und Zutaten, das Register, welches nach Rezeptnamen, Zutaten und Schlagwörtern sortiert ist, und Dankesworte der beiden Autoren.

Fazit:
Ein tolles Buch für alle, die nicht nur auf der Suche nach klassischen, sondern auch nach neuen, kreativen Brot- und Kleingebäckrezepten sind: hier wird gutes altes Handwerk mit erfrischend originellen Kreationen und Kombinationen vereint. Der zeitlich, höhere Aufwand lohnt sich allemal – alle von mir als kompletter Neuling erprobten Rezepte konnten auf ganzer Linie überzeugen! 🙂

5526_Wild_bakers_Cover.inddFotocredit: © Gräfe und Unzer Verlag GmbH/Fotograf: Daniel Schneider

Wildbakers

von zweien, die auszogen, das perfekte Brot zu backen
192 Seiten mit ca. 500 Farbfotos,
Format: 21 x 26,5 cm
Hardcover
19,99 € (D) / 20,60 € (A) / 26,90 (sFr)
ISBN: 978-3-8338-5526-9

Hier geht’s zum Rezept Besenbrot aus dem Buch.

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3 Gedanken zu “Wildbakers

  1. Pingback: Besenbrot | homemadecharms

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